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Rasenpflege - Rasen mähen

Das Schneiden des Rasens ist einer der wichtigsten und zeitintensivsten Pflegemaßnahmen im Garten, vor allem im Sommer.

Häufigkeit und richtiger Zeitpunkt

Um die Rasenflächen nutzen zu können, darf man das Gras nicht zu lang werden lassen. Häufiges Rasenmähen kommt vor allem einem dichten und schönen Wuchs des Rasens zu Gute. Durch den wiederkehrenden Schnitt verzweigen sich die Grashalme an der Basis und die Rasenfläche wird schön dicht. Unkraut hat kaum mehr eine Chance durchzukommen.

Je nach Rasensorte, Jahreszeit und Klimaverhältnis ist wöchentlich bis zweiwöchentlich ein Schnitt fällig, in der Hauptvegetationsperiode bei schnellwachsenden Sorten sogar zwei Mal pro Woche. Ist der Sommer zudem noch warm und feucht, wächst das Gras besonders schnell. Bei Trockenheit und großer Hitze sollte das Rasenmähen vermieden werden oder man mäht mit großer Schnitthöhe. So beschatten die Gräser den Boden und die Feuchtigkeit verdunstet nicht ganz so schnell.
Bei nassem Wetter besser nicht mähen, da die nassen Halme nicht einheitlich abgeschnitten werden und das nasse Gras den Rasenmäher verstopfen könnte.

Im Winter muss normalerweise kein Rasen gemäht werden, allenfalls müssen lediglich die Spitzen etwas gestutzt werden. Dies sollte jedoch auf keinen Fall bei Frost geschehen, da das Gras dadurch beschädigt wird.

 


 

 

Schnitthöhe

Grundsätzlich sollte nicht mehr als ein Drittel des Rasens gekürzt werden. Lieber häufiger und dafür kürzer mähen, als zu viel abzuschneiden. Denn sonst leidet die Qualität des Rasens stark, weil das Gras nach einem radikalen Schnitt relativ lange braucht, um sich wieder zu erholen und neu auszutreiben.

Die optimale Graslänge liegt bei Gebrauchsrasen bei etwa 3 – 4 cm. Werden die Grashalme zu hoch geschnitten, werden sie nicht zur Bildung von Seitentrieben angeregt und es kommt zur Lückenbildung. In diesen Lücken breiten sich Unkraut und Moss besonders gerne aus. Wird der Rasen zu kurz geschnitten, werden die Halme beschädigt und können unter Umständen absterben.

Im Schatten und bei nachlassender Lichtstärke im Herbst kann das Gras etwa einen Zentimeter länger bleiben, damit es ausreichend Sonnenlicht aufnehmen kann.

Deutlich kürzer mit 0,5 cm bis 2,5 cm Schnitthöhe wird Zierrasen geschnitten.

Wurde das Gras mehrere Wochen nicht gemäht, muss es in mehreren Etappen erst allmählich an die ursprüngliche Schnitthöher herangeführt werden. Auch hierbei sollte pro Mähvorgang immer nur um ein Drittel gekürzt werden.

 

 

 

 

Richtig mähen

Die zu mähende Rasenfläche sollte unmittelbar vorher nicht zu stark belastet werden, sonst richtet sich das Gras nicht mehr rechtzeitig auf und es wird nicht auf gleiche Höhe gekürzt. Beim Rasenmähen möglichst auf den bereits gemähten Flächen laufen.

Nutzt man die gesamte Schnittbreite des Rasenmähers aus, erzielt man ein einheitliches Schnittbild und spart Zeit. Um übergangslose Flächen zu erreichen, sollte der Mäher etwa eine Radbreite in die bereits gemähte Spur hineinragen.

Rasenflächen am Hang am besten immer quer zum Hang mähen. So werden die Gräser gleichmäßiger geschnitten und die Grasnarbe nicht beschädigt. Außerdem ist es für denjenigen, der den Rasen mäht, sichererer.

 


 

 

Rasenkanten

Hat die Rasenfläche eine sorgfältig abgeschnitten Rasenkante, muss man beim Mähen darauf achten, dass die Räder des Rasenmähers nicht auf ein tieferliegendes, angrenzendes Beet abrutschen. Sonst könnten Teile der Grasnarben beschädigt oder abgetrennt werden. Auch wenn es mühsam ist, sollte man hier lieber einen schmalen Streifen am Rand stehen lassen und diesen mit einer Rasenkantenschere abschneiden. Für diese Arbeit kann auch ein Rasentrimmer mit verstellbarem Kopf zum Senkrechtschneiden verwendet werden.

Die Rasenkanten sollten – sofern sie nicht eingefasst sind – von Zeit zu Zeit nachgestochen werden, damit die Rasenfläche ihre Form behält. Man kann hierfür einen mechanischen Kantenstecher verwenden, der an einem Bett entlang geführt wird. Für große Flächen gibt es auch Kantenschneidemaschinien, die die Arbeit erleichtern.

 

 

 

 

Schnittgut

Eine dünne Schicht Schnittgut kann ein bis zwei Mal im Monat ruhig auf Gebrauchsrasen verbleiben. Gerade bei trockener Witterung bietet das Mulchen mit Rasenschnitt einen guten Schutz vor Austrocknung. Das Schnittgut muss kurz und angetrocknet sein und sollte möglichst gleichmäßig verteilt werden. Längeres Schnittgut sollte unbedingt entfernt werden, denn es schädigt, wenn es verrottet, den Rasen. Und auch die Reste des letzten Rasenschnitts im Herbst müssen gemeinsam mit dem herabgefallenen Laub entsorgt werden, da sonst der Rasen in der kalt-feuchten Jahreszeit von Schimmel und Pilzerkrankungen befallen werden kann.

Bei Zierrasen oder Englischem Rasen sollte das Schnittgut immer zusammengeharkt und entfernt werden. Oder man verwendet einen Rasenmäher mit Fangkorb. Der Rasen erhält dadurch seine gute Qualität, es kommt weniger zu Verfilzungen und sich vegetativ vermehrende Unkräuter verbreiten sich nicht so schnell.

Das Rasenschnittgut kann auf dem Kompost entsorgt werden. Hierfür sollte es leicht angetrocknet sein und mit trockenem Material, wie Holzhäcksel oder kleineren Äste vermischt werden, damit es nicht fault. Angetrocknete Rasenschnipsel können außerdem als dünne Mulchschicht auf Beeten, unter Bäumen oder Sträuchern verteilt werden. So bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden und Unkräuter werden unterdrückt. 

 

 

 


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