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Nelkengewächse
im Überblick:

- Bartnelken
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nelkengewächse für den Garten

Nelkengewächse sind meist krautige Pflanzen, die zur Familie der Bedecktsamer gehören. Sie können einjährig oder ausdauernd sein.

Nelken besitzen attraktive, meist duftende Blüten, die endständig stehen. Sie können ein-, zwei- oder mehrfarbig sein. Aus den verwelkten Blütenständen entwickeln sich Kapselfrüchte mit Samen.

An den Stängeln findet man oft verdickte Knoten. Charakteristisches Merkmal aller Nelkengewächse ist die dichasiale Verzweigung.

Das Laub kann immergrün oder sommergrün sein. Die länglichen, schmalen Blätter haben eine graugrüne Färbung und sind ganzrandig.

Manche Arten, wie Rabatten- und Federnelken, sind winterhart, andere, wie immerblühende Nelken sind sehr frostempfindlich.

Viele Nelkengewächse gelten als beliebte Zierpflanzen für den Garten und eignen sich als Schnittblumen für die Vase. Es gibt jedoch auch einige Arten, die als Unkräuter gelten.

Wegen der enthaltenen Saponine werden manche Nelkengewächse in der Arzneimittelindustrie verwendet.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Arten

Über 2000 verschiedene Arten umfasst die Pflanzenfamilie der Nelkengewächse.

Nelken sind meist ausdauernde, seltener ein- oder zweijährige Pflanzen, die gern als Zier- und Schnittpflanzen verwendet werden. Die fünfzähligen Blüten erscheinen in den unterschiedlichsten Farben, wie weiß, rosa, rot oder purpurn.

Die Miere ist eine krautige Pflanze, selten auch ein Halbstrauch. Sie kann einjährig bis ausdauernd sein. Die Laubblätter sind schmal mit ein oder drei Blattnerven. Die fünfzähligen Blüten sind meist weiß, seltener rötlich. Aus den verwelkten Blüten entwickeln sich dreiklappige Kapselfrüchte, die die Samen enthalten. Manche Arten sind als Steingartengewächs und Gartenstaude beliebt, andere als Unkraut gar nicht gern gesehen.

Die Kornrade, auch als Ackerrade oder Kornnelke bezeichnet, zählte früher zu den Ackerunkräutern. Inzwischen ist sie jedoch vom Aussterben bedroht und steht deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Wegen der enthaltenen Saponine wird sie als Heilpflanze verwendet. Die Pflanze ist einjährig und erreicht Wuchshöhen von bis zu 1 m. Sie besitzt eine lange Pfahlwurzel und einen aufrechten kaum verzweigten Stängel. Die rosa- bis purpurfarbenen Blüten erscheinen zwischen Juni und August.

Pflanzung

Rabatten-und Federnelken bevorzugen sonnige, leicht luftige Standorte. Der Boden sollte gut durchlässig sein.

Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Der Boden sollte vorzugsweise bereits im vorherigen Herbst umgegraben und mit Kompost angereichert worden sein.

Den Wurzelballen von Containerpflanzen gut durchfeuchten. Der Pflanzabstand beträgt je nach Sorte zwischen 20 und 45 cm. Unmittelbar nach dem Pflanzen und in den ersten Monaten danach reichlich gießen, damit die Nelken gut anwurzeln.

Grundsätzlich können alle Nelkenarten durch Samen vermehrt werden. Leider entwickeln sich die meisten Arten nicht sortenrein und blühen nur zwei Jahre. Deshalb ist die Vermehrung durch Absenker oder Stecklinge empfehlenswerter.

 

 

 

Rabattennelken können, wenn sie ein Jahr alt sind, durch Absenker vermehrt werden. Hierfür werden die Stängel von nicht blühenden Seitensprossen zungenförmig angeritzt. Vorher entfernt man alle Blätter, mit Ausnahme der oberen 4 Blattpaare. Der angeritzte Stängel wird im Boden festgesteckt. Anschließend durch Besprühen feucht halten. Nach circa 6 Wochen haben sich bewurzelte Absenker gebildet, die von der Mutterpflanze abgetrennt und an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden können.

Federnelken und immerblühende Nelken lassen sich am besten durch Stecklinge vermehren. Im Sommer werden die Stecklinge der Federnelke geschnitten. Die Stecklinge immerblühender Nelken können ganzjährig geschnitten werden, solange der Boden auf etwa 20° C erwärmt ist. Die unteren Blätter entfernen und die Stecklinge in einen Topf mit grobem Sand geben. Bei bewurzelten Stecklingen von immerblühenden Nelken sollten etwa 2 Wochen nach dem Eintopfen die oberen 4 Blattpaare ausgeknipst werden. Weitere 4 Wochen später werden die Spitzen einiger Seitensprossen bis auf 5 oder 6 Knoten ausgebrochen. Dies fördert Wachstum und Blüte.

 

 

 

Pflege

Nelken müssen lediglich in den ersten Monaten nach der Pflanzung reichlich gegossen werden. Sind sie erst einmal gut angewachsen, müssen sie nur noch bei anhaltender Trockenheit gegossen werden.

Nelken sind zwar oftmals mehrjährig, nach 2 bis 3 Jahren verblasst ihre Schönheit jedoch stark. Deshalb müssen sie regelmäßig erneuert werden.

Hochwüchsige Nelken sollten rechtzeitig mit Drahtringen oder einem Pflanzstab gestützt werden, damit der Stängel nicht umknickt.

Nelken sind sehr anfällig für Rost und Blattflecken durch Pilze. Sie werden häufig von Raupen, Blattläusen und Blasenfüßen befallen.