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Gräser (2)-2

Gartengestaltung - die Lichtverhältnisse haben Einfluß auf Auswahl und Standort der Pflanzen im Garten

 

Nach welcher Himmelrichtung ist der Garten ausgerichtet? Gibt es hohe Hindernisse, wie Häuser, große Bäume, Hecken oder Mauern, die Schatten werfen? Wie verändern sich die Lichtverhältnisse über den Tag und auch über das Jahr?

Alle Pflanzen benötigen Licht, um zu überleben, jedoch benötigten die einzelnen Pflanzen es in ganz unterschiedlicher Intensität.

 

Sonne

Es gibt Pflanzen, die nur in der prallen Sonne ihre volle Pracht entfalten. Sie sollten einen Standort erhalten, der sich möglichst mehr als die Hälfte des Tages in der direkten Sonne befindet. Schmetterlingsstrauch, Sonnenblume, Geranie, Pfingstrose, Fetthenne, Oleander, Schönmalve, Wandelröschen, Phlox, Aster und Dahlie mögen volle Sonne. Bei den Kräutern zählen Salbei, Lavendel und Thymian dazu. Und auch die meisten Obst- und Gemüsesorten brauchen ausreichend Sonne, um aromatische Früchte hervorzubringen, allen voran Wein, Pfirsich, Tomate und Paprika.


 

 

Im Hochsommer muss man vor allem die sonnigen Flächen regelmäßig gießen, denn hier trocknen die Böden durch die direkte Sonneneinstrahlung besonders schnell aus.

Erhalten diese Pflanzen nicht ausreichend Licht, verkümmern sie. Ihr Wachstum wird verzögert und sie blühen nicht mehr. Bei Obst und Gemüse bleibt der Fruchtbehang aus, die Früchte reifen nicht aus und schädliches Nitrat wird im Erntegut angereichert.

 

 

 

 

 

 

Halbschatten

Es gibt jedoch auch Pflanzen, die sowohl die Kraft der Sonne als auch den Schutz des Schattens brauchen. Sie bevorzugen halbschattige Plätze, die sich vorwiegend auf der Ost- oder Westseite befinden, aber auch an Mauern, Hauswänden, Bäumen und Sträuchern. Viele Stellen im Garten sind auf Grund der wandernden Sonne nur stundenweise voll beschienen. Hier fühlen sich Fächerahorn, Glockenblume, Männertreu, Schmucklilie, Engelstrompete, Knollen-Begonie, Akelei, Tränendes Herz und Fingerhut wohl. Bärlauch und Wald-Erdbeeren kommen ebenfalls mit halbschattigen Plätzen gut zurecht.

 


 

 

Schatten

Zwar müssen die schattigen Plätze an der Nordseite von Mauern, Hauswänden, unter Bäumen und Sträuchern auf eine große, bunte Blütenpracht verzichten. Aber mit ihren schönen Grün- und Grautönen sowie vielfältigen Blattstrukturen können Schattenpflanzen einen harmonischen Rahmen für die zahlreichen Blütenpflanzen im Garten bilden.

Schattenliebes Leberblümchen, Kleinblättriges Immergrün, Fleißiges Lieschen und Strahlen-Anemone haben eher kleine Blüten. Für die Bepflanzung schattiger Balkonkästen oder Terrassenkübel eignen sich Begonien, Edelieschen, Fuchsie und Hortensien.Winter- oder immergrüne Gewächse, wie Aukube, Japanische Lavendelheide, Buchsbaum, Bergenie, Efeu oder Farn benötigen keine direkte Sonne. Den Schattenpflanzen reicht in der Regel das indirekte, diffuse Licht aus.

Die im Sommer schattigen und im zeitigen Frühjahr und späten Herbst sonnigen Plätze unter laubabwerfenden Bäumen eignen sich besonders für Frühblüher, wie Winterling, Schneeglöckchen oder Anemone, bzw. Herbstblüher, wie spätblühende Krokusse oder Herbstzeitlose.

 

 

 

 

Anspruchslos

Einige Pflanzenarten sind, zumindest was die Lichtverhältnisse angeht, anspruchslos. Hierzu gehören unter anderem Frauenmantel, Pantoffelblume, Eisbegonie, Günsel und Pracht-Storchschnabel, Gewächse wie Mahonie, Stechpalme oder Japanische Skimmie und Obstsorten, wie Rote und Weiße Johannisbeere oder Brombeere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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