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Knollen- und Zwiebelgewächse
im Überblick:

- Alpenveilchen
- Dahlie
- Gladiole
- Hyazinthe
- Krokus
- Lilie
- Märzenbecher
- Narzisse
- Schachbrettblume
- Schneeglöckchen
- Tulpe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühblüher3

Zwiebel- und Knollengewächse

Zwiebel- und Knollengewächse gehören eigentlich auch zu den Stauden, denn sie blühen jedes Jahr auf´s Neue.

Der Unterschied zwischen Zwiebel und Knolle liegt im unterirdischen Speicherorgan. Zwiebeln haben einen kurzen Spross mit verdickten Schuppenblättern. Die Pflanze ist bereits komplett mit Stängel, Blättern, Blüten und Samen angelegt. Knollen hingegen sind lediglich Speicherorgane, aus denen sich erst noch eine Pflanze entwickeln muss. Bei den meisten Hobbygärtnern werden Zwiebeln und Knollen gleichfalls als Zwiebelblumen bezeichnet.

Pflanzung

Damit die Zwiebel nicht anfangen zu faulen, darf der Boden nicht zu feucht sein. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Eine Drainage ist besonders bei Frühblühern wichtig. Man kann beim Pflanzen beispielsweise eine Handvoll Sand mit ins Pflanzloch geben. So verringert sich die Gefahr von Fäule und Pilzkrankheiten. Camassia, Schachbrettblume und Märzenbecher sind die Ausnahme. Sie bevorzugen sogar einen feuchten Standort. Frühblüher eignen sich auch für die Unterpflanzung von laubabwerfenden Gehölzen. Denn da die Äste zur Blütezeit im zeitigen Frühjahr noch unbelaubt sind, erhalten sie ausreichend Licht.

Trockene Zwiebeln sollten möglichst umgehend nach dem Kauf in die Erde. Die beste Pflanzzeit hängt von ihrer Blütezeit ab. Frühblüher werden im Spätsommer oder Frühherbst, Sommerblüher im  Frühjahr und  Herbstblüher werden im Sommer, am besten im August, gepflanzt.

Die Zwiebeln sollten etwa 2 – 3 Mal so tief gepflanzt werden, wie sie dick sind. In kleinen Gruppen sehen sie oft besser aus als einzeln.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Pflege

Vor oder während der Blüte sind Zwiebelgewächse für flach in den Boden eingearbeiteten Kompost sehr dankbar.

Verblühtes umgehend entfernen, damit der Zwiebel, die Kraft, die sie für die Samenbildung benötigen würde, nicht verloren geht. Das Laub sollte hingegen erst entfernt werden, wenn es vergilbt ist. Die Zwiebel benötigt die in den Blättern gebildeten Nährstoffe für die Blüte im nächsten Jahr.

Neupflanzungen erhalten im ersten Winter am besten eine Abdeckung aus organischem Material, wie Reisig oder ähnlichem.

Die winterharten Zwiebeln bleiben den Winter über im Boden. Einige frostempfindliche Sorten, wie Gladiolen und Dahlien müssen jedoch im Spätherbst, wenn das Laub verwelkt ist oder sich nach den ersten Frösten schwarz färbt, ausgegraben werden. Das Laub wird entfernt, die verbleibenden Speicherorgane werden von Erde befreit und den Winter über an einem trockenen, frostfreien Ort gelagert. Sie müssen weder mit Wasser noch mit Nährstoffen versorgt werden.

Sie sollten im darauffolgenden Frühjahr erst nach den Eisheiligen, Mitte Mai, wieder ausgepflanzt werden. Möchte man mit der Blütenpracht nicht so lange warten, können die Zwiebeln auch in Töpfen an einem geschützten Ort vorgezogen werden. Das hat den weiteren Vorteil, dass die jungen Triebe nicht von Schnecken gefressen werden können, die Dahlien besonders bevorzugen.

Vermehrung

Viele Zwiebelblumen bilden Brutzwiebeln, die leicht von der Mutterpflanze abgetrennt werden können. Dies sollte auch regelmäßig getan werden, damit die Pflanzen nicht zu eng beieinander stehen.

Jahreszeitenbepflanzung

Die Zwiebelblumen leiten das Gartenjahr im zeitigen Frühjahr mit Schneeglöckchen, Krokus, Narzisse, Hyazinthe und Tulpe ein und begleiten es über den Sommer mit Dahlie, Gladiole, Anemone, Begonie und Lilie  bis in den Herbst hinein mit den Herbstzeitlosen, Alpenveilchen und Herbstkrokussen. In der Regel blühen Zwiebelblumen nur eine Jahreszeit und ruhen des Rest des Jahres.

 

 

 

Balkonpflanzen

Die meisten Zwiebeln, besonders Krokusse, Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Begonien  oder Herbstkrokusse, eignen sich für die Bepflanzung von Balkonkästen und Kübeln. Bei guter Düngung können sie sogar einige Jahre in den Kästen verbleiben. Nach etwa 3 bis 4 Jahren sollte jedoch die Erde erneuert werden.

 

Rasenbepflanzung

Krokus, Winterling, Schneeglöckchen und Scilla können auch auf Rasenflächen gepflanzt werden. Die auf dem Rasen verstreut blühenden Frühlingsboten sind eine echte Augenweide. Allerdings kann es sein, dass die Blühkraft etwas früher nachlässt, da man den Rasen mähen muss und somit auch das Laub der Zweibelblumen entfernt, bevor es verwelkt ist.