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Frühblüher
im Überblick:

- Bergenien
- Gemswurz
- Krokusse
- Leberblümchen
- Narzissen

- Primeln
- Schneeglöckchen
- Tulpen
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühblüher1

Frühblüher

Frühblüher machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie leiten bereits im Winter, wenn im Garten noch alles trist und karg ist, den Frühling ein. Kaum ist der Schnee geschmolzen, kommen die ersten grünen Triebe aus dem Boden. Sie haben durch ihre Fähigkeit die Blüte vor Witterungseinflüssen, wie Kälte, zu schließen und ausreichend Wasser zu speichern, den Winter unbeschadet im Boden überstanden.

Balkonkästen, Blumenbeete und Rabatten lassen sich hervorragend mit Frühblühern bestücken. Und auch unter sommergrünen Gehölzen, die im Frühjahr genügend Sonne durch ihre noch unbelaubten Zweige lassen, fühlen sich viele Frühblüher wohl.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Arten

Selbst wenn der Schnee noch nicht ganz weggetaut ist, erscheint der erste Frühblüher, das Schneeglöckchen. Durch die Erzeugung von Biowärme bringt es den Schnee um sich herum zum Schmelzen. Um ab Februar zu blühen, müssen die Zwiebeln im Herbst ziemlich tief an einer möglichst sonnigen Stelle gepflanzt werden. Gedüngt werden muss das Schneeglöckchen nicht, denn  der dadurch geförderte Blattwuchs würde zu Lasten der Blüte gehen. In freier Natur ist das Schneeglöckchen inzwischen selten geworden und steht deshalb unter Naturschutz.

Sehr beliebt sind auch die zwar sehr kleinen, aber in auffällig leuchtenden Farben blühenden Krokusse. Sie erscheinen in Violett-Tönen, gelb oder weiß. Damit sie im Frühjahr blühen, müssen sie bereits im vorangegangenen Spätsommer/ Frühherbst an einem sonnigen bis leicht schattigen Standort gepflanzt worden sein.

Die zur Osterzeit blühenden Narzissen werden häufig auch als Osterglocken bezeichnet. Sie werden bis zu 40 cm hoch und blühen meistens in leuchtendem Gelb. Es gibt sie jedoch auch mit weißen oder orangen Blüten.

Der wohl artenreichste Vertreter der Frühblüher, mit mehr als 150 verschiedenen Sorten, ist die Tulpe. Sie gehört zu den Liliengewächsen und wird zwischen 10 und 80 cm hoch. Im Oktober oder November kommen die Tulpenzwiebeln in die Erde und sollten gelegentlich gedüngt werden, um die Blühfreudigkeit zu fördern.

 

 

 

 

 

Pflanzung

Frühblüher sind in der Regel Zwiebel- oder Knollengewächse. Im Spätsommer oder Frühherbst kommen die Zwiebeln bzw. Knollen in die Erde. Sie werden etwa zwei- bis drei-mal so tief gepflanzt, wie die Zwiebel/ Knolle dick ist. Im ersten Winter kann eine Schutzschicht aus Reisig neu gepflanzte Zwiebeln vor starken Frösten schützen.

Pflege

Für eine üppige Blüte im Frühjahr sollte man vor bzw. während der Blüte etwas Kompost flach in den Boden einarbeiten.

Verwelktes und Verblühtes regelmäßig entfernen, damit der Pflanze durch die Samenbildung nicht unnötige Kraft verloren geht. Das Laub hingegen muss stehen bleiben, bis es vergilbt ist. In den Blättern werden nach der Blüte wertvolle Nährstoffe gebildet, die für die nächste Blüte benötigt werden und bis dahin in der Zwiebel bzw. Knolle gespeichert bleiben.