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Bodendecker
im Überblick:

- Blaukissen
- Efeu
- Fetthenne
- Gemswurz
- Hauswurz

- Immergrün
- Polsterphlox
- Primeln
- Schleifenblume

- Zwergmispel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bodendecker im Garten pflanzen und pflegen

Bodendecker verdanken ihren Namen ihrem bodendeckenden Wachstum. Meist handelt es sich um niedrig wüchsige Pflanzen, wie Stauden, Sträucher oder Rosen, die offene Flächen rasch zuwachsen lassen und mit einem Teppich aus Blättern und Blüten bedecken.

Bodendecker sind dekorativ, verbinden einzelne Pflanzen und Gartenelemente und helfen gezielt bei der Unkrautbekämpfung. Sind Bodendecker erst einmal gut angewachsen, lassen sie Unkrautsämlingen durch den Entzug von Licht, Wasser und Nährstoffen kaum noch eine Chance. Sie beschatten den Erdboden und verringern die Wasserverdunstung auf stark durchlässigen Böden. Bodendecker mit kräftigen Ausläufern und bewurzelten Absenkern können die Erosion durch Regen und Wind an steilen Böschungen verringern.

Mit Bodendeckern, die auch im Schatten gedeihen, lassen sich dunkle Schattenplätze im Garten farblich gestalten und aufhellen. Ein niedriger Pflanzenteppich kann einen idealen Hintergrund für Knollen- und Zwiebelgewächse bilden. Und auch als Bepflanzung unter Gehölzen sind sie sehr gut geeignet.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Ideal sind Bodendecker, die die offene Fläche rasch mit dichtem Wuchs bedecken ohne zu wuchern. Sie sollten ausdauernd sein und entweder immergrün oder im Frühjahr zeitig austreiben. Dauert es etwas länger bis der ausdauernde Bodendecker einen dichten Wuchs hat, können in der ersten Zeit einjährige Bodendeckerpflanzen als Lückenfüller während der Vegetationsperiode dienen.

Die meisten Bodendeckerarten sind anspruchslos und pflegeleicht. Sie gedeihen selbst an ungünstigen Standorten, wie im Schatten oder an Hängen, gut.

Vor dem Pflanzen sollte man die Standortbedingungen dennoch genau prüfen. Blaukissen, Polsterphlox, Gänsekresse und Stachelnüsschen  bevorzugen sonnige Plätze. Goldnessel, Kriechmispel, Immergrün und Lungenkraut fühlen sich im Schatten am wohlsten.

Arten

In öffentlichen Grünanlagen ist vor allem die bodendeckende Zwergmispel aus der Familie der Rosengewächse zu finden.

Immergrüner Efeu mit seinen zahlreichen Silber- und Goldschattierungen und verschiedenen Blattgrößen und -formen ist sehr beliebt, allerdings auch giftig.

Bodendeckerrosen sind flachwachsende sich ausbreitende Rosensorten. Sie sind in Vergleich zu manch anderen Rosensorten recht robust und pflegeleicht.

 

 

 

Pflanzung

Vor der Pflanzung muss der Boden gründlich vorbereitet werden. Tiefgründig umgraben, Steine und Unkräuter entfernen und die Erde gut lockern. Für einen leichteren Start etwas Kompost in den Boden mit einarbeiten.

Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Bei robusteren Pflanzen kann auch im Herbst noch gepflanzt werden. Bei Containerware und Topfpflanzen den Wurzelballen gut durchfeuchten. Auf den für die Sorte angegebenen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen achten. Werden sie etwas enger gepflanzt, erreicht man schneller einen dichten Wuchs. Allerdings werden dann auch mehr Pflanzen benötigt.

Auf die freien Flächen zwischen den Neupflanzungen eine Mulchschicht auftragen. Sie verhindert die Wasserverdunstung und das Unkrautwachstum. Man sollte den Boden in der ersten Zeit unbedingt frei von Unkräutern halten, damit die Jungpflanzen nicht geschwächt werden.

 

 

 

Pflege

Bodendecker sind meist anspruchslos und äußerst pflegeleicht.

Abfallendes Laub kann liegen bleiben. Es verrottet und bildet eine nährstoffreiche Mulchschicht.

Die meisten Bodendeckerpflanzen müssen gar nicht oder nur sparsam geschnitten werden. Bei bodendeckenden Sträuchern kann ein gelegentlicher Rückschnitt einen kompakteren Wuchs bewirken.

Vermehrung

Manche Bodendeckerpflanzen, wie Efeu oder Kriechspindel, lassen sich durch verholzte Stecklinge vermehren. Im Herbst werden hierfür 15 bis 20 cm lange Stecklinge geschnitten. In den unteren zwei Dritteln des Triebes die Blätter entfernen. Diesen unbelaubten Bereich des Stecklings an seinem endgültigen Standort mit Erde bedecken. In der Regel bewurzeln die Stecklinge rasch und entwickeln sich im Frühjahr gut weiter.